UNSERE HERKUNFT

Vom Notizzettel zur WBI®Methode

1994 entdeckt Georg Meusburger bei einem Rundgang durch die Produktion etwas Alltägliches: Mitarbeitende haben sich Notizen gemacht. Eine To-Do-Liste für einen Fehlerfall. Eine Telefonnummer für Maschinenprobleme. Erfahrungswerte zur richtigen Schnittgeschwindigkeit.
Was zunächst wie persönliche Arbeitshilfen aussieht, enthält etwas wesentlich Wertvolleres:
Erfahrungswissen aus der täglichen Praxis.

Georg Meusburger erkennt das Potenzial: Wenn dieses Wissen einem Mitarbeitenden hilft, kann es auch anderen helfen. Die Notizen werden gesammelt, vereinheitlicht und als Infoblätter dokumentiert. Damit beginnt eine Entwicklung, aus der später die WBI®Methode entsteht.

UNTERNEHMENSDATEN

Gründung1964
FirmensitzWolfurt, Österreich
UnternehmenFamilienunternehmen
BrancheWerkzeug- und Formenbau, Normalien
Über 11.000 WiDoks2026

Wenn Erfahrung Produktivität entscheidet

In der Produktion steckt relevantes Wissen oft in Details. Dieses Wissen basiert häufig auf jahrelanger Erfahrung einzelner Fachkräfte.

Das Beispiel der Schnittgeschwindigkeit zeigt den wirtschaftlichen Wert besonders deutlich. Die richtige Einstellung hängt von Material, Werkzeug und Erfahrung ab und ermöglicht Effizienzsteigerungen. Die entscheidende Frage lautete deshalb schon 1994: Wie wird aus dem Wissen Einzelner nutzbares Wissen für das gesamte Unternehmen?

Aus Notizen werden Standards

Die handschriftlichen Aufzeichnungen werden zunächst in eine einheitliche Vorlage übertragen. Die Mitarbeitenden prüfen und ergänzen die Inhalte. Georg Meusburger kontrolliert die Infoblätter und gibt sie frei.

An den Maschinen entstehen Infoordner mit dem jeweils relevanten Wissen. Ändert sich eine Maschine, ein Prozess oder eine Vorgabe, wird das Infoblatt aktualisiert und die alte Version ersetzt.

Damit entstehen schon früh zentrale Prinzipien der späteren WBI®Methode:
Standardisierung, Verantwortung, Aktualität und kontinuierliche Weiterentwicklung.

Die Einführung der standardisierten Infoblätter bezeichnet Guntram Meusburger rückblickend als Geburtsstunde eines der wichtigsten Elemente von WBI.

Wachstum verändert die Anforderungen

Meusburger wächst. Neue Mitarbeitende, Maschinen, Produkte und Unternehmensbereiche kommen hinzu.
Auch die Wissensbasis wächst.

Als Guntram Meusburger 1999 in das Familienunternehmen eintritt, sind bereits mehr als 200 Infoblätter im Umlauf.
Die Methode hat zu diesem Zeitpunkt die Produktion verlassen. Auch Verwaltung und Verkauf dokumentieren Abläufe, Richtlinien, Checklisten, Auswertungen und andere relevante Informationen. Das Papiermodell stößt jedoch zunehmend an seine Grenzen.
Die Verteilung wird aufwendig. Die Suche dauert länger. Die Zahl der Dokumente steigt. Inhaltsverzeichnisse werden unübersichtlich.

Die Konsequenz: Das Wissen muss digital werden.

Vom Infoordner zur Wissensdatenbank

Meusburger entwickelt ein webbasiertes Dokumentenmanagement-System und überführt die Infoblätter Schritt für Schritt in eine digitale Wissensbasis.

Doch Digitalisierung allein reicht nicht.

Guntram Meusburger beschäftigt sich intensiv mit Wissensmanagement und entwickelt das bestehende System weiter. Aus den Infoblättern werden Wissensdokumente, kurz WiDoks. Aus dem Meusburger-DMS wird eine Wissensdatenbank.

Das Ziel geht inzwischen weit über Dokumentation hinaus. Aus einer pragmatischen Lösung für die Produktion entwickelt sich eine wissensorientierte Zusammenarbeits- und Managementmethode.

WBI Software WIVIO

Aus 200 Infoblättern wird eine
Unternemehnsweite Wissensbasis

Die Entwicklung setzt sich über Jahre fort. In der 2021 veröffentlichten Ausgabe von Erfolg mit Wissensmanagement beschreibt Guntram Meusburger bereits eine Wissensbasis von mehr als 12.000 WiDoks bei Meusburger. Entscheidend ist dabei nicht allein die Zahl der Dokumente. Jedes WiDok ist eine klar definierte Wissenseinheit. Verantwortlichkeiten, Aktualisierung und Nutzung sind geregelt. So bleibt Wissen nicht in persönlichen Ordnern oder einzelnen Köpfen. Es wird Teil einer gemeinsamen Wissensbasis.

WISSEN WIRD ZUM FÜHRUNGSINSTRUMENT

Mit der Zeit verändert sich auch die Rolle des Wissensmanagements.

Es geht nicht mehr nur darum, Informationen zu dokumentieren. WBI wird Teil der Unternehmensführung.

Führungskräfte erhalten Transparenz über relevante Themen. Verantwortlichkeiten werden sichtbar. Mitarbeitende können auf bestehendes Wissen aufbauen. Änderungen fließen wieder in die Wissensbasis ein.

„Für mich ist die Führung von Meusburger ohne WBI daher nicht mehr denkbar.“
Guntram Meusburger

Mit WBI könne er erkennen, welche Themen neu entstehen, welche sich verändern und wo Handlungsbedarf besteht. Seine Zeit könne er dadurch gezielter einsetzen.

Wissensmanagement: Begleiter des Wachstums

Parallel zur Wissensbasis entwickelt sich Meusburger vom regionalen Betrieb zu einem international tätigen Industrieunternehmen.

Guntram Meusburger sieht einen direkten Zusammenhang zwischen der WBI®Methode und der Entwicklung des Unternehmens. In seinem Buch schreibt er, WBI habe maßgeblichen Einfluss auf Wachstum und Erfolg von Meusburger.

Noch deutlicher beschreibt er die Bedeutung für den Expansionskurs:

„Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass es mir ohne WBI nicht möglich wäre, mein Unternehmen in dieser Form und mit diesem starken Expansionskurs zu leiten.“
Guntram Meusburger

WBI wurde damit nicht für ein theoretisches Szenario entwickelt. Die Methode entstand im Arbeitsalltag eines Industrieunternehmens, wuchs mit dessen Anforderungen und wurde über Jahrzehnte weiterentwickelt.

VON MEUSBURGER IN ANDERE UNTERNEHMEN

Aus der internen Lösung entsteht schließlich eine Methode, die sich von Meusburger lösen lässt.

Guntram Meusburger beschreibt diesen Schritt selbst: WBI sei aus der Praxis entstanden, mit Meusburger gewachsen, jahrelang erprobt und schließlich auf ein neutrales, unabhängiges Niveau gehoben worden. Damit lässt sich der Ansatz auf unterschiedliche Branchen, Unternehmensgrößen und Organisationsformen übertragen.

Der Ausgangspunkt bleibt derselbe wie 1994: Wertvolles Wissen darf nicht bei einzelnen Personen bleiben.

Es muss für das Unternehmen verfügbar, verständlich, aktuell und nutzbar sein.

Porträt einer Person.
Das Bild zeigt die Vorder- und Rückseite des Buches "Erfolg mit Wissensmanagement" von Guntram Meusburger

Vom Notizzettel zur Managementmethode

Was bei Meusburger mit handschriftlichen Notizen an einzelnen Arbeitsplätzen begann, entwickelte sich zu einer unternehmensweiten Wissensbasis und schließlich zur WBI Methode.

Meusburger ist mehr als eine klassische Referenz. Meusburger ist der Ort, an dem WBI entstanden ist!

Aus der Praxis. Über Jahrzehnte erprobt. Für andere Unternehmen weiterentwickelt.

Praxisnah und leicht verständlich erklärt Guntram Meusburger in seinem Buch, wie nachhaltige Wissens­sicherung in den Unternehmensalltag integriert werden kann.

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